CRANIO SACRALE BERÜHRUNG

"Was auch immer das Gefühl ist - ob Schmerz oder Freude - es ist ein Geschenk. Seine Schönheit liegt darin, dass es Dir zeigt, dass Du lebendig bist. Das Ziel im Leben ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern all unser Lachen zu lachen und all unsere Tränen zu weinen. Was auch immer sich uns offenbart, es ist das Leben, das sich darin zeigt."

M.B. Rosenberg

Die Cranio Sacrale Berührung ist eine aeußerst wirksame und schonende Methode in der Körperarbeit. Mit größter Sensibilität und viel Spürsinn werden verschiedene Techniken und Griffe angewendet. Es werden körperliche, psychische und emotionale Aspekte eines Krankheitsgeschehens berücksichtigt.


WAS PASSIERT DABEI?


 

 

 

"Wenn alles still ist, geschieht am meisten."

S.A. Kierkegaard

Durch Craniosacrale Beruehrung wird die Aufmerksamkeit auf das rhythmische Pulsieren der Gehirn-Rückenmarksfluessigkeit (Liquor) gelenkt. Diese fließt in Wellen und verläuft unabhängig von Atmung und Herzschlag (!) vom Kopf (CRANIUM) entlang des Rückenmarkkanals zum Kreuzbein (SACRUM). Der Puls übertraegt sich auf das Gewebe und die Knochen und gibt Aufschluss darüber, wo im Körper Bereiche blockiert, verspannt oder mit wenig Energie versorgt sind.

FÜR WEN?


Schwierige Geburten, Unfälle, Traumen, Erkrankungen, Zahnbehandlungen und -regulierungen oder Lebenskrisen bringen den Craniosacralen Rhythmus in ein Ungleichgewicht was sich auf die Körperfunktionen und das Befinden auswirkt. Schwerzen und Blockaden sind ein Hinweis und teilen uns mit, wo Veränderung notwendig ist. Durch sanfte Berührung kann diese Veränderung stattfinden: Kraft kehrt zurück, die Wahrnehmung verändert sich und der innere Raum weitet sich. 


DIE BEHANDLUNG


 

 

 

 

"Eine Stunde Betrachtung ist besser als ein Jahr Andacht."

Hugo von Hofmannsthal

 

Waehrend einer Behandlung ziele ich darauf ab, einen "Stillpunkt" zu erzeugen. Die freie Beweglichkeit der Schädelknochen, der Wirbelsäule und wichtiger Bindegewebsfascien gibt Aufschluss über den Ort, an dem Energie nicht frei fließen kann. Ich arbeite äußerst sanft und behutsam - meine Handbewegungen sind kaum wahrnehmbar. Durch aufmerksames Hineinspüren in Körperregionen wird deutlich, welches Organ, welcher Knochen und/oder welcher Teil des Körpers Emotionen oder Erinnerungen speichert.

Zwischen 40 und 60 Minuten dauert eine Behandlung während der sie bequem und bekleidet auf dem Rücken liegen können. Schwangere Frauen nehmen eine entspannte Seitenlage ein und Babys zeigen sehr klar, welche Position für sie stimmig ist.

GESCHICHTE


 

 

 "Erst wenn die Stille dich umstellt, entdeckst du deine inn`re Welt."

Erich Limpach

Mittlerweile gibt es eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen der Schädelnähte (Sturen), die eine bindegewebige Unterbrechung des Knochengewebes nachweisen.

 

Zentrum des Craniosacralen Systems ist die Rückenmarksflüssigkeit, auch Liquor genannt. Sie umfließt Gehirn und Rückenmark und bildet somit ein Polster zwischen Nervengewebe und umgebenden Schädel- und Wirbelsäulenknochen. Der Liquor schafft das Milieu für die Entwicklung und Ernährung des Zentralnervensystems vom Moment der embryonalen Entwicklung bis zum Tod. Er wird von den Gehirnhäuten umgeben die ein Auslaufen durch die angrenzenden Knochen verhindern.

Es ergibt sich eine abwärts gerichtete Flüssigkeitsbewegung. Diese Bewegung unterliegt einer Pulsation - der Druck dieser Flüssigkeit nimmt in einem kontinuierlichen, regelmäßigen Rhythmus abwechselnd zu und ab (Flexion und Extension). Diese Pulsation nennt man den Craniosacralen Rhythmus. Wir können auch sagen, dass der Schädel atmet da sich die Schädelknochen in einer ständigen und feinen Bewegung befinden um sich den Veränderungen des Flüssigkeitsdrucks anzupassen. Ist diese Schädelatmung durch Blockaden eingeschränkt kann der Liquor nicht frei pulsieren und eine umfassende Symptomatik kann sich entwickeln. 


CRANIUM

SCHÄDEL

SACRUM

KREUZBEIN

Unser Schädel oder CRANIUM besteht aus Knochen die durch Knochennähte miteinander verbunden sind. Beim Neugeborenen sind die Teile des Craniums noch nicht vollkommen verknöchert und nicht fest miteinander verwachsen - zwischen den Schädelknochen befinden sich Knochenlücken, bekannt als Fontanellen. Bei der Geburt kann sich so das Köpfchen dem Geburtskanal anpassen. Im Lauf der ersten Lebensjahre schließen sich die Fontanellen und der Schädel verknöchert. Entgegen Annahmen, es handle sich um ein festes und starres Gebilde, wissen wir heute, dass diese Platten gegeneinander beweglich sind.

 

Das Cranio Sacral Balancing entwickelte sich aus der Osteopathie nach Dr. Andrew T. Still (1828 - 1917). In der Osteopathie wird der Körper als eine ganzheitliche Einheit aus Körper, Geist und Seele betrachtet, der über Selbstheilungskräfte und Gesunderhaltungssysteme verfügt. "Ganzheitlich“ bedeutet nicht nur das Einbeziehen von Seele und Geist – Begriffe, die sich nur schwer fassen lassen und doch jeden Menschen entscheidend beeinflussen – sondern auch, den Körper des Menschen nicht in seine einzelnen Organbestandteile zu zerlegen.

 

Der amerikanische Osteopath Dr. William Garner SUTHERLAND, seines Zeichens Osteopath und Schüler von Dr. Still, entdeckte durch Selbstversuche Anfang des 20. Jahrhunderts, dass die Knochen des Schädels auch beim Erwachsenen gegeneinander beweglich und die Nähte der Schädelknochen nicht verknöchert sind! Außerdem konnte er ein rhythmisches Pulsieren der zerebrospinalen Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umspült, feststellen. Er nannte dieses Pulsieren die Primäre Atmung die heute als Cranio-Sacraler Impuls bezeichnet wird.

In den 50er und 60er Jahren setzte Dr. John E. Upledger diese Untersuchungen fort und entdeckte die Rolle der Hirnhäute und des Bindegewebes in diesem System und entwickelte schließlich das therapeutische Konzept der CRANIO-SACRAL-THERAPIE auch bekannt unter CRANIO SACRALE BALANCE.



Dr. J.E. Epledger stieß bei seiner Arbeit durch Zufall auf das Phänomen des Gewebegedächtnisses. Traumen durch z.B. Sturz, Operationen, sehr prägende seelische Stressmomente oder durch die Geburt führen, wenn sie vom Körper nicht direkt verarbeitet und aufgelöst werden können, zu Verhärtungen im umgebenden Bindegewebe. Der Körper speichert diese Information und die Energie des auslösenden Ereignisses und kapselt sie ein. Dadurch wird das Ausheilen des Traumas verhindert. Langfristig führen solche Bindegewebsverhärtungen zu Änderungen im Bewegungsapparat und in der Körperhaltung bis hin zu Beeinträchtigung von inneren Organen. Diese soganannten Energiezysten lassen sich mit viel Spürsinn ertasten.


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